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Polizei Kontrolle

Im Land der Freiheit Träume ich von Freiheit Die echte Freiheit, weißt du? Nicht die von Sheriff John Brown Das Leben ist billig hier, Mann Wie Wok in Chinatown aber nichts weilt für immer Alles wandert unter die Erde Oder verdunstet höchstens wie Meeresschaum Der Sheriff mochte mich nie Ich war für ihn ein Clown Ich war für ihn der Käfig-Affe Er, die Bestie mit Uniform und Waffe Hinterm Gitter waren wir alle gleich Schwarz, gelb, weiß, auch rosa Nur der Sheriff war braun Ich drohe, springe, tanze und schrei' Er lacht Die ausgestreckte Hand Der sich feiernden Gewalt Pass nur auf, Sheriff! Sheriff gib lieber Acht Mein Zorn ist mein Zorn Ist mein Zorn, ist mein Zorn Ich der leuchtende Saum Jetzt schreien alle “Kein Erbarmen mit Gendarmen” Amen! Oder ja, wie es mal noch hieß “Fuck the police!” Die Individuellen? Vielleicht, es sind ja Menschen Und Menschen sind zumeist Abschaum Die Institution? Jawohl! An Hässlichkeit zu übertreffen, wohl kaum Dein Freund und Helfer, hieß es, Eher Un...

Das Ding hinter der Brille

Was verfolgt uns denn? Wir selbst, und die schnell verdunstete farbenlose Gischt hinter der Brille eines hübschen Mädchens. Techno boomt und mit dem die Angst vorm Leben .

Vergessen

fauler Gedankengang alles kann vergessen werden außer ihr

Verrückt

Verrückt sein Verreckt werden Grundaufgabe verfehlt Nur eine Fehlexistenz auf Erden Anders platzierte Gedanken Stets die andere Stelle suchen Bewegen verschieben versetzen Stets an die andere Lage rücken Verrückte Welt, alles nur falsch gelegte Keramik Scherben Alle schauen auf den verrückten Stuhl mit dem einen Bein Und hoffen für ihn auf Gottes Erbarmen Verrücken! Verrücken! schreit der Schwarm Der Stuhl weilt da; vorbei laufen die Herden.

Dos gardenias

“Y hasta creerán Que te dirán te quiero.” -Isolina Carrillo Ich glaubte immer an die heilende Wirkung der Musik auf die bekümmerte Seele, besonders die Klänge der Bolero, es gibt immer etwas Romantisierendes, Magisches und Geheimnisvolles versteckt zwischen den Rhythmuszeilen. Sie heilt sanft. Ein Bandido sitzt vor dir und hält seine Knarre vor deiner Nase und spricht langsam mit tiefer Stimme, irgendwas Spanisches mit komischem Akzent und verlangt etwas von dir, sonst bist du und alle die du jemals gekannt hast tot. Trotz allem, trotz deiner Angst, deiner zitternden Stimme, deines trivialen Plans zu fliehen, trotz deines Verzweifelns, trotz all dem, kannst du nur die Musik im Hintergrund wahrnehmen. Du fühlst wie ein Licht aus dem antiken Lautsprecher den Raum mit Romantik und Ruhe und Frieden erfüllt. Nun scheint die Knarre vor dir mehr wie ein Todesengel als des Todes schwarzer Gespenst. Der Bass bebt und die Höhen erweitern den Himmel des Raumes, die Stimme des Sängers gibt...

Wriezener blues

Schöne rote Rose, blüht wie ein lächelndes Kind und duftet wahrhaftig. Ich pflücke sie und werfe sie zu Boden und sitze daneben weinend.

Schlesi Nachtbuch

Eine Ziege mit Anzug, tja ein Ziegenbock auf dem Marsch, Richtung Leben, ohne Bock, ohne Krawatte, aber mit Wodka und Rum, verkokst und aufgepumpt mit all dem, was die Musik besser klingeln lässt. Mit Che T-Shirt unter dem Anzug gegen den gesellschaftlichen Widerspruch, gegen den Konsumkapitalismus und für eine gerechte Welt, für alle auf diesem Weg, nur die, die anderen nicht; die scheiß Faschisten, die machen die Welt eintönig. Die Ziege ohne bock, Der Bock ohne Bock, ohne ohne und ohne ohne, haha haha. Ein Schluck noch, bitte komm mit, es wird Spaß machen, komm bitte mit; scheiß auf dich, wenn du nicht mitkommst, weißt du noch? Die scheiß Faschisten, die machen die Welt eintönig. Die Ziege hat Bock, der Bock sucht den Schluck, und ohne ist noch ohne.