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Darsena

Das kleine Bootlein ruhte im Schatten. Die Stadt blickte herab und die Enten quietschten als wären sie gebraten. Das Wasser funkelte und der alte Mann im vierten Stock wollte baden. Die Vögel zwitscherten nicht und die Menschen liefen in Trab. Gott hat dieses Örtchen längst verlassen. Die winzige Darsena wurde hübsch gemacht; ein Ufer wurde hingestellt, eine Brücke wurde aufgestellt, um den Menschen das zu geben, was sie schon hatten. Alle sind happy, bis auf zwei: Der alte Mann im vierten Stock, der mürrisch hinunter guckt. Sein grüner Teich, der am Nordufer war, ist, so wie seine Kindheit, nicht mehr da. Und das kleine Bootlein im Schatten, mit seinem einen stolzen Mast am Rachen. Es kann ins Öffne nicht segeln, die Brücke verbindet die Ufer und blockiert seine Wege. Und Mailand liegt an keinem Meer, also weilt es für die Ewigkeit hier. So ruhen die beiden stumm und fluchen die Zeit und den Raum und alles andere drumherum. ...

Wo alles begann

Rufe mich mit drei Nullen an Erkennst du wieder den Ton? Langweilig und monoton Wie die Wüste zwischen uns Zwei an zwei Enden Eines nicht angeschlossenen Telefons Jedoch mit jedem Tönen Schlägt das ermüdete Herz schneller Doch kein Ärger Wenn ich nicht ran gehe Geht auch kein anderer ran rufe dann den Weihnachtsmann Während er den Schornstein runterklettert Er soll mir keine Geschenke geben Ich war böse; das ändert sich jedoch irgendwann Dann Zerstöre dein Handy Und vom Späti nebenan Kaufe dir ein Bier Setze dich ruhig am Spreeufer Und erinnere dich daran Wie es einmal war Als wir auf der Couch saßen Wo alles begann

Der Lauf

Der Weg war lang und anstrengend. Es liefen viele Läufer dicht aneinander, es gab keinen Platz, keine undichte Stelle, Wachtmeister und Zuschauer erlaubten keinem zu fliehen. Ich konnte nicht mehr. Ich atmete tief ein ohne Luft kriegen zu können, die bleierne Müdigkeit sprengte meine letzten Festungen und marschierte hoch, ihr Sieg war unvermeidlich, mir wurde es unerträglich warm. Ein schwarzer Nebel verschleierte alles vor meinen Augen, dann rief einer: "Es ist erst Kilometer Zwei ihr Lappen!" Danach weiß ich nichts mehr.

Erschreckendglücksseligkeit

Beim neuen Ende Erscheint der alte Anfang Eine verbrannte Sonne Und ein Käsemond Uns rettet bald ne' weise Ente Mit Lächerlichkeit und dumpfen Gesang Getrennten Müll werfen wir in dieselbe Tonne Es lohnt sich das, was sich lohnt

Hinter den Schleusen

In der Smaragdstadt vergass ich meine Brille Die Sonne verteilte müde ihren Glanz Dorothy fragt Und Toto bellt Ich wendete mich ab und stach links rein Das pulsierende Rot ist jetzt raus Sein Platz ist nun frei Nur mit Gerinnsel und Klumpen voll Der geflügelte Affe wird plötzlich zum Blechmann Dorothy fragt Und Toto bellt Die Flecken werden irgendwann abgewischt Die Sonne verpennt irgendwann Und irgendwann hört Dorothy auf zu fragen Irgendwann bleibt nur der dunkel, der dunkel bleiben will Dennoch wird es uns gut gehen

dämliches allzu dämliches 6

Wie ein vorübergehendes Lächeln einer Radfahrerin in der tiefen Nacht auf der leeren Kopernikusstraße. Einsam. Bedeutungslos. Wie ein vorläufiger Blick eines Fußgängers in der tiefen Nacht auf der leeren Kopernikusstraße, der hinüber schaut und es sieht. Einsam. Bedeutungslos. Einer wie Ich nimmt das auf, was eine wie sie ausstrahlt. Und so sind wir zwei, dennoch: Einsam. Bedeutungslos.

In der Bimbambolschen Kirche

“In der bimbambolischen Kirche  geht's bimbambolisch zu dort tanzt der bimbambolische Ochse mit der bimbambolischen Kuh,” -Volkslied "Gib Ruh!"  sagte sie, "Mein Herz ist für mich alleine, mein Herz ist für dich zu Ich wurde oft verletzt, Ich wurde oft betrogen, so einen Fehler macht keiner zweimal, außer einem blöden Kakadu; das lasse ich nicht zu." "Manno!!"  sage ich, "Ich bin's doch! warum behandelst du mich so?" "Ja!", sagte sie, "Ich bin Ich, und Du bist Du." Ich flenne so ein wenig, Ich behalte jedoch meine Tränen, für sie ist das eine Schwäche und Schwächen sind bei uns Tabu Ju hu hu! der Rum ist da, Ich erzähle vieles darüber, wie ein verlogener Guru "This is all a Moo point!" sagte sie, "Wie es Joey Tribiani mal meinte?" frage ich, "It’s a cow’s opinion, it doesn’t matter, it’s Moo?" sie wirkt überrascht, "Dein Tattoo ist ein scheiß Tattoo!...